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Teil 10

So vergingen einige Monate und ich fragte mich so langsam, wann ich denn seinen Sohn mal kennen lernen soll. Aber ich sagte nichts. Ich wollte, dass er von alleine auf die Idee kommt. Aber er kam auf eine ganz andere Idee. Er brauchte mal Zeit für sich und fuhr Hals über Kopf nach Köln für ein ganzes Wochenende. Schaltete sein Telefon ab und ich wusste nicht was los ist. So tigerte ich das ganze Wochenende rum, ging meiner Freundin gehörig auf die Nerven und hoffte endlich auf eine Nachricht. Falls dieses Buch auch ein paar Männer lesen, liebe Leser, tut mir einen Gefallen, das ist nicht zum Nachahmen geeignet. Ihr wisst gar nicht, was Frauen in nur 3 Tagen durchmachen können)

Am Montag bekam ich dann endlich eine Nachricht. Mir fiel ein Stein vom Herzen. Alles war gut, er liebte mich. Aber es war einfach etwas zu viel gewesen, alles unter einen Hut zu bekommen. Mich, seinen Sohn und das zusätzlich Studium. Das leuchtete mir irgendwie ein. Er hatte ja so gut wie keine Freizeit mehr gehabt. Die ganze Woche war komplett durchgeplant gewesen. Wir entschieden uns, uns donnerstags jetzt nicht mehr zu sehen, damit er zum Fitness gehen konnte. Das setzten wir auch gleich die Woche um. Wir telefonieren den Tag noch gegen 20:00 Uhr und dann wollte er los starten in die Muckibude. Um 21:00 Uhr kam noch ein kurzes „Ich liebe dich" von ihm und ich ging zufrieden ins Bett. Das kalte Erwachen hatte ich dann am nächsten Tag. Denn die erste Nachricht, die ich bekam, lies mich geschockt auf meinem Bürostuhl sitzen. Denn in dieser SMS stand (und ich kann den Text noch auswendig, er hat sich in mein Gehirn eingebrannt): Hallo Schatz, ich konnte die ganze Nacht nicht schlafen, ich habe totalen Mist gebaut. Ich stand schon mit der Tasche gepackt an der Tür als es klingelte, als Karo und mein Sohn da standen. Naja ich war froh, dass ich noch etwas mit ihm spielen konnte und Karo hat vorgeschlagen, dass der Junge bei mir schläft. Naja und das tat er dann auch und ich hab mit Karo geschlafen. Es tut mir leid." Ich hätte gern geweint in diesem Augenblick, aber ich konnte nicht. Ich wollte eine Erklärung für dies alles und so trafen wir uns, um tatsächlich sachlich darüber zu reden. Ich wollte wissen, wie es dazu kommen konnte, wo er doch angeblich so glücklich mit mir war.

Erst rückte er nicht mit der Sprache heraus, weil ihm dieses ganze Gespräch wohl unangenehm war. Aber schließlich erzählte er mir die Story. Zuvor muss erwähnt werden, dass er total auf Reizwäsche mit Strapsen steht. (Das wusste ich aber bis dato auch nicht) Und so kam es an diesem besagten Abend dazu, dass Karo angezogen auf die Toilette ging und in Reizwäsche wieder heraus kam. Sie hatte es also tatsächlich absolut darauf angelegt. Und Henry? Dem schoss anscheinend das Blut vom Gehirn nach unten und vergaß mich für diesen Moment! Ich wusste wirklich nicht, auf wen ich mehr sauer war, auf ihn, weil er mehr mit seinem Ding gedacht hatte oder auf sie, weil sie es darauf angelegt hatte. Als er mir dann auch noch sagte, dass sie danach zu ihm sagte: „Naja, jetzt bist du ja die Alte los, dann können wir ja wieder miteinander …piep… (das wäre jetzt nicht jugendfrei), aber nur so lange bis ich einen neuen Freund habe", da kochte ich innerlich so sehr, dass mir wahrscheinlich schon Qualm aus den Ohren kam. Er versicherte mir, dass es ein einmaliger Ausrutscher gewesen wäre, dass er überhaupt nichts für sie empfände und ich, dumme Kuh, glaubte ihm das. Ja, ich hatte es ihm verziehen. Ihr wiederrum nicht! Als sie merkte, dass wir immer noch ein Paar waren, zog sie andere Seiten auf. Und die trafen Henry mitten ins Herz. Er durfte seinen Sohn nicht mehr sehen, sie erzählte im Kindergarten, dass sie Angst habe, er könnte seinem Sohn was anhaben usw. Henry verfiel in Selbstmitleid. Denn er liebte seinen Sohn, mehr als sein Leben und es war eine Qual für mich, das mit anzusehen. Aber seine Eltern, die waren dann gut genug, um auf den Jungen aufzupassen, denn Karo wollte ja ausgehen. Da kam mir der Plan. Keiner sollte sich für eine gewisse Zeit mehr um den Jungen kümmern können. Vielleicht zwei Wochen oder so. Damit Karo merkt, dass sie einfach darauf angewiesen ist. Gesagt, getan! Seine Eltern hatten plötzlich keine Zeit mehr und Karo merkte, dass sie ihren Freizeitbeschäftigungen nicht mehr nachgehen konnte. Und was soll ich euch sagen? Es dauerte nicht mal eine Woche, da stand sie mit dem Kind schon vor Henrys Tür und komischerweise klappte dann auch alles wieder. Der Stress ließ etwas nach. Wir kamen wieder zur Ruhe.

25.9.13 15:49


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Teil 9

Henry hatte einen 5 Jahre alten Sohn. Ich hielt es für besser, den Jungen nicht gleich mit der neuen Beziehung seines Vaters zu konfrontieren. Denn erstens wollte ich erst wissen, ob die Beziehung Bestand hat und zweitens litt der Junge auch an der Trennung von Mama und Papa. Mich dann auch noch mit ins Boot zu holen, hielt ich einfach zu verfrüht. Also sahen wir uns immer dienstags, donnerstags und samstags. Denn die anderen Tage hatte er ja seinen Sohn. Jetzt fragt ihr euch bestimmt, was hat denn die Mutter des Kindes in der Zeit gemacht? Der Junge ist ja mehr bei seinem Vater. Naja die Mutter war eher froh, dass sie das Kind los war. So konnte sie Kerle abschleppen, ins Solarium und ins Fitnessstudio gehen. Aber sowas kostet ja bekanntlich Geld. Und deshalb hielt sie dann immer die Hand bei Henry auf. Mit dem Druckmittel: „Du bist so ein mieser Vater, Dein Sohn und ich, haben es so schlecht", ja damit konnte man immer bei ihm landen. Ich kannte diese Frau nicht, aber sie war mir damals schon unsympathisch. Verblüffend fand ich auch, dass alle in dieser Familie dem Jungen eine heile Familie vorspielen wollten. Es wurde zusammen Geburtstag und Weihnachten gefeiert, ob wohl sich Henry und seine Ex nicht grün waren. Meines Erachtens total schlecht fürs Kind. Denn auch ein Kind merkt, wenn ihm etwas vorgespielt wird. Ich hatte mir dann immer vorgestellt, wie es sein muss, nächstes Weihnachten mit bei der Familie zu sein und mit der Ex am gleichen Kaffeetisch zu sitzen. Eine gruselige Vorstellung. Ich verwarf sie gleich wieder. Anscheinend kam Madame auch sonst nicht so gut mit ihrem Geld klar. Denn Henry sollte ständig Rechnungen für sie übernehmen. Irgendwann hatte ich ihm dann den Kopf gewaschen und ihn gefragt, ob er das alles für richtig hält. Seit dem Zeitpunkt hatte sie keine Geldquelle mehr zur Verfügung und ich eine neue beste Feindin. Und wohl gemerkt, wir kannten uns immer noch nicht. Meistens sonntags machten sie einen sogenannten Familientag, zum Wohle des Sohnes! Also Mama, Papa, Kind! Was ich davon gehalten habe, möchtet ihr lieber nicht wissen. Aber ich lies ihn gewähren. Was sollte ich auch machen?

25.9.13 15:48


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