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Teil 7

Wenn man auf die Nase fällt, muss man wieder aufstehen. Allerdings zog ich es vor, erst mal etwas allein zu bleiben. Bis irgendwann Oswald in mein Leben trat. Oswald war ein gestandener Geschäftsmann, der eigentlich mit seinem Geld nur so rum schmiss. Was kostet die Welt? Ich kauf sie! Das war so sein Motto. Wir gingen jeden zweiten Tag essen und glaubt mal nicht, dass ich wenigstens ein Mal bezahlen durfte. Es gibt sicherlich Frauen, die das total toll finden. Ich fühlte mich aber nicht wohl in meiner Haut. Denn ich war ja emanzipiert und konnte alleine auf eigenen Füssen stehen. Mir wurde dennoch jeder Wunsch von den Lippen abgelesen. Es wurde alles gekauft. Es schmeichelte, aber richtig fand ich es trotzdem nicht. Aber ich war verliebt in ihn. Und laut seinen Aussagen, war er es auch. Nein, er liebte mich. Ich wäre die Frau für ihn und er wüsste nicht, wie er je ohne mich leben konnte. Als mir ein Mal richtig kalt war, wollte er mir unbedingt ein Bad einlaufen lassen, aber irgendwas stimmte nicht mit der Warmwasserversorgung. Da hatte er sich mit Töpfen an den Herd gestellt und das Wasser dort warm gemacht. Romantisch oder? Seufz.

Mädels, wenn euch soviel Honig um den Bart geschmiert wird, glaubt ungefähr ein Viertel und zieht noch mal was ab. Männer denken einfach nicht nach. Sie plappern einfach drauf los. Fataler Fehler, wenn man bedenkt, dass ich ihm das glaubte, was er da so äußerte. Ich sollte sogar bei ihm einziehen. Er hatte sich alles schon genau ausgemalt! Ich wurde eigentlich gar nicht so richtig gefragt! Dann fuhr ich ein Wochenende mit meiner Mutter und meiner Schwägerin nach Prag. Der Kontakt zu Oswald war an diesem Wochenende sehr kurz angebunden. Als ich wieder in Deutschland war, versuchte ich ihn zu erreichen, doch sein Handy war aus. Ich malte mir schon Szenarien aus. Er hätte gestürzt sein können und niemand findet ihn. Auch seinen besten Freund schrieb ich an. Aber auch dieser sagte mir, dass er nicht wüsste wo Oswald wäre. Er würde ihn auch schon den ganzen Tag versuchen zu erreichen. Mein Vater holte uns vom Bahnhof ab und wir fuhren zu seinem Haus. Ich hatte ja einen Schlüssel, er war nicht daheim. Frustriert fuhr ich heim. Aber dann meldete er sich. Er wäre bei einem Kumpel gewesen und hätte sein Handy zu Hause vergessen und es muss dann noch ausgegangen sein. AHA!

Ich fuhr also noch mal zu ihm, denn ich hatte ja Sehnsucht nach ihm. Wir hatten uns 3 Tage nicht gesehen. Als wir dann auf dem Sofa saßen und ich zu ihm sagte:" ich hab dich vermisst", schaute er mich völlig verwirrt an. „Wieso denn das? Du wusstest doch wo ich bin und ich wusste wo du bist, dann braucht man sich nicht vermissen" Ich versuchte ihm dann zu erklären, dass man seinen Partner schon vermisst, wenn man ihn nicht sieht, egal ob man weiß wo er ist, oder nicht. Aber das wollte er nicht hören. Von diesem Tag an, meldete er sich immer seltener. Irgendwann wurde es mir zu blöd, ich hatte wieder mal auf ihn gewartet und er war nicht erschienen. Als ich anrief, behauptete er, er hätte verschlafen. Und als ich ihn dann fragte, ob er überhaupt noch mit mir zusammen sein will, antwortete er mit:"nein". In diesem Augenblick wusste ich nicht mehr was oben und unten war. Warum hatte er sich dann so ins Zeug gelegt, mir ständig gesagt, wie sehr er mich liebt, warum sollte ich dann kurz vor dem Pragbesuch noch bei ihm einziehen? Fragen über Fragen! Aber es gab keine Antworten! Männer sind wie Aliens! Absolut fremd und eigenartig! Man kann sie nicht verstehen, man sollte sie einfach nur erforschen. Man sollte sie sezieren und erst mal nach schauen, ob das Gehirn auch mit dem Sprachorgan verbunden ist. Denn so langsam, glaub ich das nicht mehr.

25.9.13 15:46
 


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